Inhalt

Planungsbereich Stadtteilentwicklungskonzepte

Integriertes Handlungskonzept (IHK) „B(u)ildung City | Nachhaltiger Wohn- und Bildungsstandort Sieglar / Rotter See“ – Gesamtschule Sieglar

Stand: 05.06.2021

Schulneubau mit erneuertem CampusBild vergrößern

Erneuerungsbedarf im Schulzentrum Sieglar ist Anlass für ein städtebauliches Entwicklungskonzept

Im Zuge vorbereitender Untersuchungen wurde für die Stadtteile Sieglar und Rotter See und das Umfeld des Schulzentrums Sieglar ein erheblicher Erneuerungsbedarf in Bezug auf städtebauliche Strukturen, öffentliche und teilweise private Gebäude sowie Umfeld und Funktionen festgestellt. In einem umfassenden baulichen Sanierungskonzept wurde u.a. der Sanierungsbedarf des damaligen Sekundarstufenzentrums - heute Gertrud-Koch-Gesamtschule Sieglar - ermittelt.

Aufgrund der sich abzeichnenden Maßnahmen und der daraus resultierenden finanziellen Auswirkungen hat die Stadt Troisdorf frühzeitig Fördermöglichkeiten, u.a. auch aus Städtebaufördererungsmitteln geprüft. Vorrang für das Land NRW als Fördergeber haben dabei Einrichtungen mit zusätzlichen Quartiersfunktionen, die für stadtteilbezogene Nutzungen geöffnet werden, z.B. für die kulturelle und soziale Versorgung, sowie Sportstätten für den Schul- und Breitensport. Die Quartiersbezüge der Maßnahmen sind in einem integrierten Handlungskonzept (IHK) herzuleiten und zu begründen.

2015 Stadtumbaugebiet und erste Fassung des Integrierten Handlungskonzeptes beschlossen

Im Jahr 2015 hat das Büro Pesch und Partner, Dortmund, in Abstimmung mit allen Beteiligten und unter Einbeziehung der Schulen, Vereine etc. das Integrierte Handlungskonzept (IHK) „B(u)ildung City | Nachhaltiger Wohn- und Bildungsstandort Sieglar / Rotter See“ erarbeitet, in das die Sanierung des Schulbaus integriert wurde. Der Rat hat nach Vorberatung im Schulausschuss und Stadtentwicklungsausschuss am 24.03.2015 das Integrierte Handlungskonzept und das Stadtumbaugebiet Sieglar / Rotter See förmlich beschlossen, das am 18.07.2015 rechtswirksam wurde.

2016 wurde das Integrierte Handlungskonzept erstmalig aktualisiert, um den Anforderungen des Fördergebers im Hinblick auf einen noch stärkeren städtebaulichen Bezug und eine genaue Kostenberechnung für die Sanierung des Schulgebäudes zu entsprechen. Am 21.12.2016 wurde auf dieser Grundlage der Förderantrag für das Städtebauförderprogramm 2017 eingereicht.

Städtebauförderungsantrag 2017 an integrierter Schulbausanierung gescheitert

Das Land NRW hat den Antrag wider Erwarten nicht in das Städtebauförderungsprogramm 2017 aufgenommen mit dem Hinweis, dass die Stadt aufgrund der Subsidiarität von Städtebauförderungsmitteln die umfassende energetische Sanierung der Gesamtschule aus anderen Programmen bzw. mit Eigenmitteln finanzieren müsse. Für das Jahr 2017 wurden aber Fördermittel in Höhe von 2,2 Mio. € aus dem Programm „Stadtumbau West“ für die Sanierung der Dreifachsporthalle und eine Freifläche (Sport- und Kulturforum) bewilligt.

Eigenfinanzierten Schulneubau auf den Weg gebracht

Der Schulausschuss und der Rat der Stadt haben am 14.09.2017 bzw. 26.09.2017 über die sich daraus ergebenden Folgerungen für die Gesamtschule und die Frage Sanierung oder Neubau beraten. Grundlage hierfür waren eine Standortanalyse und ein aktueller Kostenvergleich. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Varianten den beteiligten Schulen und der Öffentlichkeit vorzustellen und mit ihnen zu erörtern. Die Gertrud-Koch-Gesamtschule Sieglar wurde durch eine Besprechung mit der Schulleitung sowie eine umfassende Erläuterung in der Schulkonferenz am 05.10.2017 informiert, an dem die Schulleitungen der Gesamtschule und des Heinrich-Böll-Gymnasiums sowie Vertreter der Lehrer-, Eltern und Schülerschaft teilnahmen. Die Information der Öffentlichkeit erfolgte durch eine Informationsveranstaltung am 08.11.2017. Der Rat hat daraufhin am 05.12.2017 beschlossen, einen Architektenwettbewerb für einen eigenfinanzierten Neubau der Gesamtschule auszuloben. Die Preisgerichtssitzung des nichtoffenen Wettbewerbs mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren fand am 14.12.2018 statt. Das Büro pbr Planungsbüro Rohling AG (Hochbauplanung) hat zusammen mit dem Büro wbp Landschaftsarchitekten GmbH (Freiflächenplanung) mit dem 2. Preis schließlich den Zuschlag zur Realisierung erhalten.

Keine Städtebauförderung für Schulneubau im neuen Antrag für 2022

Auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses rund um das Schulzentrum muss das IHK aktualisiert und angepasst werden. Das etwa 50 Mio. € teure Schulneubauprojekt bleibt weiterhin eines der Kernmaßnahmen des IHK Sieglar/Rotter See, auch wenn für das Schulgebäude keine Städtebauförderungsmittel beantragt werden können. Allerdings sind die neu geplanten öffentlichen Grün- und Freiflächen sowie die öffentlich nutzbaren Gebäudeteile zuwendungsfähig, sodass das IHK B(u)ildung City - Nachhaltiger Wohn- und Bildungsstandort Sieglar/Rotter See entsprechend überarbeitet worden ist. Darüber hinaus hat der Fördergeber in den verwaltungsinternen Abstimmungen darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen, die bisher stark auf den Schulcampus selbst ausgerichtet waren, in ihrem Quartiersbezug für die beiden angrenzenden Stadtteile zu schärfen sind. Einen neuen roten Faden bilden daher quartiersübergreifende Projekte und vernetzende Elemente, wie die Verbesserung der Nahmobilität oder der Wegebeziehungen zwischen den Quartieren sowie Verbesserungen für die Naherholung am Rotter See. Maßnahmen auch in unterschiedlichen öffentlichen Bereiche sollen u.a. die räumlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhänge zwischen den Quartieren stärken und fördern.

Der Entwurf des aktualisierten Konzeptes liegt jetzt vor und wird vom 05.06. bis 30.06.2021 unter der Rubrik Öffentlichkeitsbeteiligung zur Information und Konsultation bereitgestellt. Dort finden Sie auch weitere Einzelheiten wie die Zugangsdaten zum öffentlichen Online-Dialog am Donnerstag, dem 17.07.2021, um 18.00 Uhr, den die Stadtverwaltung ergänzend für alle Interessierten anbietet.



Unterlagen und weitere Informationen zum Herunterladen (PDF)

Die Dokumente sind im PDF-Format bereitgestellt. Sie konnten leider nicht barrierefrei erstellt werden. Mehr Informationen zum Thema PDF und Barrierefreiheit finden Sie in unserer Hilfe.





Ihre Ansprechpartnerinnen bei der Stadt Troisdorf

Überspringen: Tabelle der Ansprechpartner

MitarbeiterinKontaktBüro
Frau M. Schuld

Tel. 02241/900-628

Fax 02241/900-8628

Rathaus, Zimmer 323
Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst

Frau A. Klein

Tel. 02241/900-615

Fax 02241/900-8615

Rathaus, Zimmer 317
Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst

zum Anfang der Tabelle