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Grundstücksteilung

Ein Baugrundstück entsteht oft dadurch, dass ein bestehendes Grundstück aufgeteilt wird. Dabei muss man zwischen verschiedenen Teilungsarten unterscheiden:

Aufteilung in neue, selbständige Grundstücke

Die übliche Art der Teilung ist die Aufteilung eines Grundstücks in neue, selbständige Grundstücke, die auch rechtlich getrennt werden. Bei Grundstücken mit vorhandener Bebauung darf dadurch kein bauordnungsrechtlich unzulässiger Zustand (zum Beispiel fehlende Abstandsflächen für vorhandene Gebäude) entstehen. Deswegen muss für die Teilung bebauter Grundstücke eine Teilungsgenehmigung beantragt werden. Diese ist auch dann nötig, wenn ein unbebautes Grundstück im Bereich eines Bebauungsplans liegt und dort eine Genehmigungspflicht für Grundstücksteilungen durch eine Satzung begründet ist.

Die Teilungsgenehmigung ist beim Bauordnungsamt zu beantragen. Die Teilungsvermessung erfolgt durch einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur. Voraussetzung für die so genannte „grundbuchliche Auflassung“ des neu geschaffenen Grundstücks ist die Zustimmung der Stadt Troisdorf, entweder durch eine Teilungsgenehmigung oder durch ein Zeugnis darüber, dass die Teilung keiner Genehmigung bedarf oder diese als erteilt gilt.
Erst nach der Auflassung gilt ein Grundstück als rechtlich selbständige Einheit.

Ideelle Teilung

Ein Grundstück kann auch ideell geteilt werden, wenn Sondereigentum gebildet werden soll. Dabei werden bestimmte Grundstücksteile wie Gartenbereiche oder Stellplätze einzelnen Wohnungen zugewiesen.

Das Grundstück bleibt als rechtliche Einheit bestehen. Die verschiedenen Eigentümer bilden eine Eigentümergemeinschaft, in der jeder ein, seinem Eigentumsanteil, der üblicherweise in Tausendstel ausgedrückt wird, entsprechendes Gewicht hat.

Diese Eigentümergemeinschaft hat über alle betreffenden Dinge (Sanierungen und so weiter) zu entscheiden und nimmt die gemeinsamen Rechte und Pflichten aus dem Eigentum wahr (zum Beispiel Steuern und Versicherungen).