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Dienstleistungen und Serviceangebote der Stadtverwaltung Troisdorf

Einbürgerungen

Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wird im Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) geregelt. Die Haupterwerbskriterien sind der Erwerb durch Geburt und der Erwerb durch Einbürgerung.

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung

Das Einbürgerungsverfahren beginnt mit einem Einbürgerungsantrag und endet mit der Aushändigung der Einbürgerungsurkunde.

Jeder, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, kann einen Antrag auf Einbürgerung stellen. Für Kinder unter 16 stellen die Eltern den Einbürgerungsantrag.

Die Einbürgerung wird in den §§ 8, 9 und 10 des Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) geregelt.

Bei der Einbürgerung nach § 10 StAG handelt es sich um eine Anspruchseinbürgerung.

Hiernach hat ein Ausländer, der seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und das 16. Lebensjahr vollendet hat, einen Anspruch auf Einbürgerung, wenn er

  • sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bekennt und erklärt, dass er keine Bestrebungen verfolgt und unterstützt oder verfolgt und unterstützt hat, die
    1. gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes gerichtet sind oder
    2. eine ungesetzliche Beeinträchtigung der Amtsführung der Verfassungsorgane des Bundes oder eines Landes oder ihrer Mitglieder zum Ziele haben oder
    3. durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden, oder glaubhaft macht, dass er sich von der früheren Verfolgung oder Unterstützung derartiger Bestrebungen abgewandt hat,
  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis, eine Freizügigkeitsbescheinigung oder eine Aufenthaltserlaubnis für andere als die in den §§ 16, 17,20,22, 23 Abs. 1, §§ 23 a, 24 und 25 Abs. 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes aufgeführten Aufenthaltszwecke besitzt,
  • den Lebensunterhalt für sich und die unterhaltsberechtigten Familienanhörigen ohne Inanspruchnahme nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch bestreiten kann,
  • seine bisherige Staatsangehörigkeit aufgibt oder verliert,
  • weder wegen einer rechtswidrigen Tat zu einer Strafe verurteilt noch gegen ihn auf Grund seiner Schuldunfähigkeit eine Maßregel der Besserung und Sicherung angeordnet wurde,
  • über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache und
  • über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügt.

Die erforderlichen Sprachkenntnisse können bspw. durch den Abschluss einer deutschen Schule, ein Sprachdiplom, einer deutschen staatlich anerkannten Berufsausbildung oder durch das "Zertifikat Deutsch - B 1" nachgewiesen werden.

Das "Zertifikat Deutsch" kann bei allen dafür zertifizierten Sprachinstituten abgelegt werden. Informationen hierzu können beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Tel. 0221/92426617, erfragt werden.

Die Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung werden seit dem 01.09.2008 mittels eines Einbürgerungstests nachgewiesen. Derzeit bieten die Volkshochschulen solche Tests an. Die Teilnahme am Einbürgerungstest setzt nicht voraus, dass zuvor ein Einbürgerungskurs besucht wurde.

Verfügt der Einbürgerungsbewerber über den Abschluss einer allgemeinbildenden Schule wird vom Einbürgerungstest abgesehen.

Die Kosten für das "Zertifikat Deutsch" sowie für den Einbürgerungstest trägt der Einbürgerungsbewerber.

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt

Bei dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt handelt es sich nicht um eine Einbürgerung, sondern um die Feststellung der Staatsangehörigkeit. Diese Feststellung bedarf keines Antrages.

Nach Beurkundung der Geburt eines im Inland geborenen Kindes, wird die Staatsangehörigkeit von Amts wegen durch das Standesamt festgestellt.

Nach dem 01.01.2000 erwerben im Bundesgebiet geborene Kinder gem. § 4 StAG die deutsche Staatsangehörigkeit kraft Gesetz, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

Findelkinder gelten bis zum Beweis des Gegenteils als deutsche Staatsangehörige.

Gem. § 4 Abs. 3 StAG können auch im Inland geborene Kinder ausländischer Eltern kraft Gesetz die deutsche Staatsangehörigkeit zu ihrer ausländischen Staatsangehörigkeit dazu erwerben. Hierbei handelt es sich sodann um Mehrstaater (Doppelstaater), die sich gem. § 29 StAG mit Eintritt der Volljährigkeit für eine Staatsangehörigkeit entscheiden müssen.

Ausländische Eltern müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um ihren nach dem 01.01.2000 geborenen Kindern die deutsche Staatsangehörigkeit vermitteln zu können.

  • Mindestens ein Elternteil muss seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und
  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Freizügigkeitsbescheinigung besitzen.

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an die vorgenannten Sachbearbeiter oder an das für die Geburtsbeurkundung zuständige Standesamt.

Die §§ 8 und 9 des StAG regeln die sogenannten Ermessenseinbürgerungen.

In diesen Paragraphen werden einige wenige Ausnahmen geregelt wie bspw. die Einbürgungen älterer Personen oder Ehegatten Deutscher.

Beantragung

Der Einbürgerungsantrag muß persönlich schriftlich gestellt werden.

Unterlagen

Nach Absprache

Gebühren

Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt gem. § 38 StAG 255,00 Euro. Die Gebühr für jedes miteinzubürgernde Kind vermindert sich auf 51,00 Euro. Hierbei ist darauf zu achten, dass die verminderte Einbürgerungsgebühr nur bei einer "Miteinbürgerung" in Betracht kommt. Wird ein Kind eigenständig, ohne einen Erziehungsberechtigten, eingebürgert, entsteht auch hier eine Gebühr von 255,00 Euro.



Weiterführende Informationen

Zugrunde liegende Rechtsvorschrift:



Zuständige Organisationseinheit

30.3 - Ausländerangelegenheiten / Einbürgerungen


Ihre Ansprechpartner bei der Stadt Troisdorf

Überspringen: Tabelle der Ansprechpartner

Bereich / Mitarbeiter/in Kontakt Büro
Nachname A

Herr R. Yanmaz

Tel. 02241/900-329

Fax 02241/900-8329
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 252
Nachname B-Di

Frau A. van den Wyenbergh

Tel. 02241/900-376

Fax 02241/900-8376
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 253
Nachname Dj-Ib

Frau J. Ahr

Tel. 02241/900-332

Fax 02241/900-8332
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 254
Nachname Ic-Ma

Frau H. Ose

Tel. 02241/900-335

Fax 02241/900-8335
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 254a
Nachname Mb-Na

Frau S. Engel

Tel. 02241/900-359

Fax 02241/900-8359
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 255
Nachname Nb-Sh

Herr H. Weidmann

Tel. 02241/900-326

Fax 02241/900-8326
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 256
Nachname Si-Z

Frau B. Liebl

Tel. 02241/900-328

Fax 02241/900-8328
Rathaus, Kölner Straße 176 Symbol Stadtplandienst
Zimmer 257

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