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Dienstleistungen und Serviceangebote der Stadtverwaltung Troisdorf

Gestattung des Aufenthalts während des Asylverfahrens

Personen, die in Ihrem Heimatstaat wegen ihrer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder ihrer politischen Anschauung verfolgt werden, genießen in Deutschland Asylrecht. Das Asylverfahren beginnt mit dem Asylantrag. Jeder der das 16. Lebensjahr vollendet hat, kann selbst einen Asylantrag stellen, d.h. er ist asylmündig. Kinder können in das Asylverfahren der Eltern einbezogen werden.

Reist ein lediges unter 16 Jahre altes Kind eines Ausländers nach dessen Asylantragstellung ins Bundesgebiet ein oder wird es hier geboren, so ist dies dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unverzüglich anzuzeigen, wenn ein Elternteil sich in einem laufenden Asylverfahren befindet oder sich nach dessen Abschluss ohne Aufenthaltstitel oder mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 AufenthG im Bundesgebiet aufhält. Die Anzeigepflicht obliegt sowohl dem gesetzlichen Vertreter des Kindes als auch der zuständigen Ausländerbehörde.

Aus einem Asylantrag muss sich immer ergeben, dass der Ausländer aus Furcht vor politischer Verfolgung hier im Bundesgebiet um Asyl nachsucht. Die Asylgründe müssen überzeugend und widerspruchslos vorgetragen werden und wenn möglich durch Dokumente nachgewiesen werden. Der Asylantrag ist im Regelfall bei der zuständigen Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zu stellen.

Der Asylantrag kann auch bei der Ausländerbehörde, der Polizei oder bereits bei der Einreise an der Grenze gestellt werden. Von dort wird der Asylbewerber an die zuständige Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet.

Nachfolgend die für Troisdorf zuständigen Behörden:

Der Asylantrag ist zu stellen bei:

Zentrale Ausländerbehörde Dortmund
Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW
Glückaufsegenstraße 60
44122 Dortmund
Telefon: 0231/22240910-70

Zuständige Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge:

Außenstelle Dortmund II
Huckarder Straße 91
44147 Dortmund
Telefon 0231/9058-0
Fax 0231/9058-199

Beim Bundesamt wird nach Anhörung des Asylbewerbers über das Asylgesuch entschieden.

Nach der Asylantragstellung erfolgt regelmäßig eine Zuweisung des Asylbewerbers an eine Stadt/Gemeinde im Bundesgebiet. Dies bedeutet, dass der Betroffene dort seinen Wohnsitz nehmen muss.

Während des Asylverfahrens erhält der Asylbewerber eine Aufenthaltsgestattung. Diese ist zeitlich befristet und auf einen räumlichen Geltungsbereich (für die Stadt Troisdorf Regierungsbezirk Köln) beschränkt. Die Aufenthaltsgestattung berechtigt nicht zum Grenzübertritt.

Die Aufenthaltsgestattung erlischt kraft Gesetzes mit rechtskräftigem Abschluss des Asylverfahrens.

Wird der Ausländer als Asylberechtigter anerkannt oder wird ihm die Flüchtlingseigenschaft (§ 60 Abs. 1 AufenthG) zuerkannt, so wird ihm ein Reiseausweis für Flüchtlinge ausgestellt und eine Aufenthaltserlaubnis erteilt.

Nach Ablauf von drei Jahren erhält der Asylberechtigte ein unbefristetes Aufenthaltsrecht, wenn die Gründe für sein Asyl weiterhin vorliegen

Liegt eine

  • Aufenthaltserlaubnis nach § 23,Abs. 1, § 24 oder $ 25 Abs.4 S.1u.Abs.5 AufenthG,
  • Duldung § 60 a AufenthG,
  • Grenzübertrittsbescheinigung § 50 Abs. 1 AufenthG,
  • Bescheinigung unerlaubte Einreise § 15 a AufenthG oder
  • Aufenthaltsgestattung § 55 AsylVfG,

vor, ist der Asylbewerber anspruchsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Nähere Auskunft gibt das Sozial- und Wohnungsamt.

Beantragung

Die Beantragung muss schriftlich erfolgen. Sie können sie persönlich vornehmen oder jemanden durch eine Vollmacht beauftragen.

Unterlagen

Alle Dokumente, die die Identität des Antragstellers nachweisen (soweit vorhanden)



Weiterführende Informationen



Zugrunde liegende Rechtsvorschrift



Zuständige Organisationseinheit

30.3 - Ausländerangelegenheiten / Einbürgerungen