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Neues Domizil der Erziehungsberatung:
Hilfen für Familien in der Scharnhorststraße


  •  2.	V.l. Susanne Langer, Agnieszka Piechowiak-Thape, Arnulf Böhm, Gerrit Schmelter, Monika Härig, Heike Deutzmann, Alexandra Klemer, BM Jablonski und Alexander Biber 
  •  Neues Haus für Familienhilfe: v.l. Bürgermeister Jablonski, JHA-Vorsitzender Alexander Biber und Koordinator der Einrichtung, Arnulf Böhm. 
  •  Viele Vertreter aus sozialen Einrichtungen, Beratungsstellen und Schulen besichtigten das Haus. 

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski eröffnete im Beisein des Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses des Stadtrats, Alexander Biber, des zuständigen Dezernenten der Stadtverwaltung, des Ersten Beigeordneten Heinz Eschbach, und des Jugendamtsleiters Dr. Markus Wüst sowie zahlreicher Gäste aus unterschiedlichen Einrichtungen die Erziehungsberatung unserer Stadt in ihren neuen eigenen Räumen im Haus Scharnhorststraße 8 in Troisdorf-West.

Psychologische Erziehungsberatung hat in Troisdorf eine lange Tradition. Schon vor 46 Jahren, am 1. August 1971, hat Troisdorf als erste Stadt des Rhein-Sieg-Kreises eine Erziehungsberatungsstelle eingerichtet.

In den Jahren ihres Bestehens seitdem ist die Einrichtung einige Male umgezogen. Im Jahre 1993 wurde sie aufgrund praktischer Überlegungen näher an den Sozialen Dienst des Jugendamts gerückt und mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die Teams in den vier Stadtteilhäusern des Jugendamts verteilt.

Hilfen bei familiären Problemen

„Eigentlich ist es beklagenswert, dass die Erziehungsberatungsstelle überhaupt notwendig ist. Sie deutet auf die ganze Bandbreite familiärer Probleme hin und bietet sowohl Eltern als auch Kindern Unterstützung bei akuten Erziehungs- und Entwicklungsfragen an. Ihre Arbeit ist ein wichtiges Element zur Sicherung des sozialen Miteinanders in unserer Stadt“, erklärte Bürgermeister Jablonski.

Es geht um Lösungen und Hilfen, wenn Familien unter Belastungen leiden wie anhaltenden Streit in der Familie, Trennung und Scheidung der Eltern oder wenn Sucht der Eltern ein Problem ist. Die Hilfen sind ebenfalls notwendig, wenn Familien unter Krankheit oder Trauer leiden oder auch sexueller Missbrauch im Raum steht. Es werden weiterhin Hilfen geboten,

- wenn Kinder und Jugendliche auffallend aggressiv sind, unter Ängsten leiden, Leistungsstörungen haben, nicht zur Schule gehen, sich selbst verletzen, nicht erwachsen werden wollen.

- wenn Eltern nicht wissen, wie sie erziehen sollen, was angemessene Grenzen sind, wenn sie verunsichert sind über die Entwicklung ihrer Kinder oder wenn sie und ihre Kinder einfach mal ein Ohr brauchen, das ihnen geduldig zuhört, ohne sie zu verurteilen.

Jährlich 500 Beratungen

Die Berater sind außerdem erfahrene Fachkräfte bei dem bedrückenden Thema der Kindeswohlgefährdung. In den letzten Jahren haben regelmäßig jährlich ca. 500 Troisdorfer Familien die Hilfen der Erziehungsberatung in Anspruch genommen.

Die Angebote sind als kommunale Pflichtleistungen für die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und unterliegen der Schweigepflicht. So kann eine vertrauensvolle Atmosphäre zwischen Ratsuchenden und Beratern entstehen.

Erziehungsberatung als eine Leistung der Hilfe zur Erziehung fördert das Zusammenleben von Kindern und ihren Eltern, sei es in der klassischen Kernfamilie, in der Patchwork-Familie, in der getrennten Familie oder für Alleinerziehende. Sie hat als niedrigschwellige Hilfe eine vorbeugende Wirkung.

Familienkonflikte können rechtzeitig überwunden werden und man kann Entwicklungsstörungen vorbeugen. Eltern und junge Menschen können dann besser mit belastenden Situationen umgehen. Damit verhindert eine niederschwellige Erziehungsberatung in vielen Fällen kostenintensivere Hilfen zur Erziehung wie Heimunterbringungen.

Sanierung für 42.000 Euro

Bei der Sanierung und Einrichtung des Gebäudes aus dem Jahre 1925 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts eng mit dem städtischen Gebäudemanagement und der Abteilung für Information und Kommunikation zusammengearbeitet. Die Sanierung hat 42.000 Euro gekostet.

Die bisherigen Telefonnummern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben bestehen. Zusätzlich wurde die zentrale Rufnummer 02241/900-598 neu eingerichtet, um die psychologische Erziehungsberatung schnell zu erreichen.

Die Angebote der Kinder- und Jugendtherapie werden aufgrund der besonderen räumlichen Erfordernisse weiterhin im Stadtteilhaus Sieglar, Marktplatz 19, von Monika Härig erbracht, Tel. 02241/1689670, Mail: HaerigM@Troisdorf.de.

Beratung in der Scharnhorststraße:

Arnulf Böhm, Tel. 900-514, Mail: BoehmA@Troisdorf.de

Alexandra Klenner, Tel. 900-531, Mail: KlennerA@Troisdorf.de

Susanne Langer, Tel. 900-594, Mail: LangerS@Troisdorf.de

Agnieszka Piechowiak-Thape, Tel. 900-537, Mail: Piechowiak-Thape@Troisdorf.de

Gerrit Schmelter, Tel. 900-504, Mail: SchmelterG@Troisdorf.de

Für Psychomotorik ist zuständig: Heike Deutzmann, Tel. 900-598, Mail: DeutzmannH@Troisdorf.de

Peter Sonnet

Pressemeldung 317 vom 07.07.2017 - Pressestelle der Stadt Troisdorf