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Wahlmöglichkeiten schaffen:

Bürgerwerkstatt für klimafreundliche Nahmobilität im Wohnquartier


  •  Die Bürgerwerkstatt Nahmobilität in der Küz bei der Arbeit.  
  •  Bürgermeister Jablonski brachte Ideen zur Nahmobilität ein. 

Das Amt für Umwelt- und Klimaschutz veranstaltete im Oktober 2018 zwei Bürgerwerkstätten zum Thema Nahmobilität. Um den Besuchern ein wohnortnahes Angebot zu machen, fand die erste Veranstaltung auf Burg Wissem in Troisdorf-Mitte, die zweite in Troisdorf-Sieglar in der Küz statt.

Da der Verkehrssektor den bedeutendsten Einzelemittenten von CO2-Emissionen in Troisdorf darstellt, wird im Rahmen eines Klimaschutz-Teilkonzepts eine Reduzierung dieser Emissionen angestrebt. Unnötige Wege sollen vermieden und das Verkehrsverhalten möglichst auf den sogenannten Umweltverbund, also die emissionsarmen Verkehrsträger Fuß, Fahrrad und ÖPNV umgelagert werden. Als Schnittpunkte für den Umstieg auf ein anderes Verkehrsmittel können Mobilstationen mit dazu beitragen, dass der Verzicht auf die Nutzung des eigenen Pkw bereits im eigenen Wohnquartier erleichtert wird.

Mobilstationen dienen dazu, Verkehrsmittel miteinander zu kombinieren und somit Umstiegszeiten und –hindernisse zu verringern. In den Bürgerwerkstätten erarbeiteten Troisdorfer Bürgerinnen und Bürger mögliche Standorte für Mobilstationen in unterschiedlicher Ausgestaltung in den einzelnen Ortsteilen. Die Stadtverwaltung wertet die Ergebnisse nun aus und wird daraus Maßnahmenvorschläge ableiten, deren Umsetzung von der Bunderegierung gefördert werden können.

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski betonte anlässlich der Vorstellung des Konzeptes für Mobilstationen, wie wichtig die Beteiligung der Bürger an dem Prozess sei, um mehr Möglichkeiten bei der Wahl des Verkehrsmittels zu ermöglichen. Im Auftrag der Stadt moderierte Ingenieur Matthias Reintje vom Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen die Bürgerwerkstätten. Er wartete unter anderem mit der interessanten Gegenüberstellung auf, dass es fast 42.000 Autos und mehr als 67.000 Fahrräder in den rund 32.000 Troisdorfer Haushalten gibt. Dennoch würden nur 13 Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt und nur etwa jeder zehnte Weg mit Bahn oder Bus. In 53 Prozent der Fälle steigen die Troisdorfer in ihr Auto.

Bei der Entwicklung der Mobilstationen kann auch die Notwendigkeit weiterer Bushaltestellen berücksichtigt werden. Doch auch Angebote für Leihfahrräder oder Carsharing können Themen sein. Ansprechpartner für die Mobilstationen ist Herr Gröger Tel. 900-748.

Johannes Schmitz

Pressemeldung 498 vom 18.10.2018
Pressestelle der Stadt Troisdorf