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Rathaus.Platz.Gestaltung:

Erster Spatenstich für neuen Stadteingang

Troisdorf erhält einen neuen Stadteingang an der Kölner Straße zwischen Rathaus und Stadthalle. Zum feierlichen Ersten Spatenstich trafen sich Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, Technischer Beigeordneter Walter Schaaf, die Leiterin des Amtes für Umwelt- und Klimaschutz, Ulrike Tesch, und die Vorstandsvorsitzende des Abwasserbetriebs Troisdorf, Andrea Vogt, sowie Gäste vor dem Rathaus.

Im Herbst 2016 wurden die Arbeiten für die Neugestaltung ausgeschrieben, im Dezember wurde der Auftrag im Rahmen der Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt (ZiTi) vergeben. Die Kosten des von Bund und Land geförderten Projektes belaufen sich für die Stadt auf rund 2 Millionen Euro. Eine Förderung von 70 % der Kosten durch das Land NRW ist vorgesehen. 

Einheitliche Platzgestaltung

Die derzeitige Fahrbahnbreite inklusive der beiden Busspuren wird annähernd halbiert. Je Fahrspur stehen dann noch rund 3,5 Meter zur Verfügung. Der gewonnene Platz wird zur Vergrößerung der Platzfläche zwischen Stadthalle und Rathaus genutzt. „Diese wird mit anthrazitfarbenen Betonsteinen gepflastert“, erläuterte Ulrike Tesch.

Die Oberfläche des Platzes wird identisch mit dem Vorplatz der Stadthalle sein: „Verbaut werden breite Bänder aus 30 x 60 Zentimeter-Steinen im Wechsel mit schmaleren Steinen von 15 x 30 Zentimetern“, so Tesch. Die neu gestaltete Fahrbahn wird nur durch eine rund drei Zentimeter hohe Schwelle von der Platzsituation abgegrenzt.

Verkehrsfläche als Platzensemble

Das ist gestalterisch so gewollt. Im Entwurf des Planerbüros bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh heißt es dazu: „Rathausplatz und Festplatz bilden ein Platzensemble. Sie werden durch eine gemeinsame Verkehrsfläche in der westlichen Kölner Straße zusammengefasst und bilden so eine gestalterische Einheit“. Diese fördere auch „die fußläufige Querungsmöglichkeit zwischen beiden Platzflächen“ und stärke architektonisch und praktisch „den Zutritt in die Troisdorfer Innenstadt“.

„In jedem Fall wird am neuen Stadteingang eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf höchstens 30 Stundenkilometer gelten“, erklärte Ulrike Tesch. Die Bushaltestellen am Rathaus werden beibehalten. Die Busse werden dort künftig auf der Fahrbahn halten und Vorrecht vor dem Individualverkehr haben. Sie können deutlich einfacher den Haltevorgang beenden, wenn sie nicht aus einer Busbucht herausfahren müssen. Das Überholen der Busse wird nicht mehr möglich sein. Der Durchgangsverkehr ist durch die neue Verlängerung der Poststraße zur Sieglarer Straße hin umgeleitet worden.

Die Kanalarbeiten des Abwasserbetriebes haben im Vorfeld der Umgestaltung bereits begonnen. Für Verzögerungen im Bauablauf hatte allerdings der Verdacht gesorgt, dass noch Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg im Untergrund liegen könnten. Bohrungen und Tests hatten gezeigt, dass keine Gefahr besteht.

Erneuerung der Innenstadt

„Erforderliche Kanalbauarbeiten und die Neugestaltung der Oberflächen wurden in einem Auftrag vergeben, um die Bauphase so kostengünstig und kurz wie möglich zu gestalten“, betonte Walter Schaaf, Technischer Beigeordneter der Stadtverwaltung.

Die Baumaßnahme wird seiner Überzeugung nach die Wohn- und Lebensqualität in der oberen Kölner Straße weiter verbessern. „Eine Verdichtung des Wohnens in der Innenstadt zum Beispiel durch die neuen Wohnungen auf dem früheren Hoff-Gelände ist wesentlicher Teil des ZiTi-Konzeptes für die Erneuerung unserer Innenstadt. Die mit dem Stadteingang verbundene deutliche Verkehrsreduzierung kommt den Bewohnern zugute“, ist sich Co-Dezernent Claus Chrispeels aus dem Technischen Dezernat sicher.

Stahlskulptur „Begegnung“

Unter den Gästen des Spatenstichs begrüßte Bürgermeister Jablonski die ehemaligen Formel-D-Geschäftsführer Viola Metzner und Hans-Josef Orth, die der Stadt die drei Meter hohe Stahlskulptur „Begegnung“ des Bonner Künstlers Reinhard Puch gesponsert hatten. Das in Schleifenform mit den in verschiedenen Sprachen ausgestanzten Worten „Begegnung“ versehene Kunstwerk wird seinen Platz vor dem Rathaus finden.

ZiTi kürzt den Projektnamen „Zukunfts-Initiative Troisdorf-Innenstadt“ ab. Flankiert werden die Maßnahmen zu Umbau und Neugestaltung der Fußgängerzone durch die ZiTi-Kampagne. Sie wirbt für ein neues Bewusstsein für das Troisdorfer Zentrum und seine Stärken. Sie informiert die Öffentlichkeit zudem über den Verlauf der Baumaßnahmen. Mehr dazu im Internet unter www.troisdorf.city/ZiTi.

Bettina Plugge
Pressesprecherin

Pressemeldung 304 vom 27.06.2017
Pressestelle der Stadt Troisdorf