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Gemeinsam beraten, wirksam vernetzen:

Erste Fachtagung für Frühe Hilfen

Landrat Sebastian Schuster (2.v.r.) und Kreissozialdezernent Dieter Schmitz (rechts) mit einigen Teilnehmenden der Tagung.Bild vergrößern

„Kinder haben ein Recht auf ein gutes Aufwachsen, sie haben besondere Bedürfnisse nach Anregung, Unterstützung, Förderung und Schutz. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, betonte Landrat Sebastian Schuster bei der 1. Fachtagung „Frühe Hilfen im Rhein-Sieg-Kreis“.

Zu der Veranstaltung mit dem Motto „Damit das Leben sicher und gesund beginnen kann“ waren über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – überwiegend aus der Jugendhilfe und aus Gesundheitsberufen – ins Kreishaus gekommen. Ziel war es, die Vernetzung zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen zu verbessern. Denn im Rhein-Sieg-Kreis gibt es bereits viele Angebote in ganz unterschiedlichen Bereichen, die junge Familien erreichen sollen.

Gemeinsame Tandem-Schulungen

Unter anderem wurde über gute Erfahrungen mit flächendeckenden „Tandem-Schulungen“ von Kinderärztinnen und Kinderärzten gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Jugendämtern berichtet. Ziel sei aber auch die intensive Zusammenarbeit mit Hebammen, Entbindungspflegern sowie Gynäkologinnen und Gynäkologen.  Bei der Tagung konnte man die verschiedenen Angebote im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis kennenlernen und darüber ins Gespräch kommen.

Die Tagung war eine Premiere: Die Jugendämter der acht rechtsrheinischen Kommunen Bad Honnef, Hennef, Königswinter, Lohmar, Niederkassel, Siegburg, Sankt Augustin und Troisdorf hatten sich mit dem Kreisjugendamt zusammengetan, um die Zusammenarbeit der Hilfesysteme weiter voranzubringen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises brachte ebenfalls seine Kompetenzen ein.

Angebote für Troisdorfer Familien

„Es geht bei dieser Veranstaltung nicht um uns. Es geht um Hilfen, die früh ansetzen und früh wirken, damit gar nicht erst etwas schief läuft im Leben eines Kindes“, erklärte Landrat Sebastian Schuster. In Troisdorf hat sich das Netzwerk Frühe Hilfen im Jahr 2014 aus Fachkräften der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitssystems sowie unterschiedlicher familienbezogener Dienste gebildet.

In erster Linie zielen die Frühen Hilfen in Troisdorf darauf ab, die 150 Angebote für (werdende) Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren zu erfassen, zu erweitern und leicht zugänglich zu machen. Das Netzwerk Frühe Hilfen bietet unter anderem allen Eltern und Familien die Möglichkeit, sich auf der Seite www.elternratgeber-troisdorf.de über die Angebote im Bereich der Frühen Hilfen in der Stadt Troisdorf zu informieren.

Peter Sonnet

Pressemeldung 189 vom 19.04.2018 - Pressestelle der Stadt Troisdorf