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Karneval gab es auch im Haus Oberlar:

Ehrenamtler und Zugewanderte als Fußgruppe

Ehrenamtler und Zugewanderte aus dem Haus Oberlar auf dem Weg zum Oberlarer Rosenmontagszug.Bild vergrößern

Zufrieden trafen sich die Alltagshelferinnen und -helfer der Oberlarer Flüchtlingshilfe zu ihrem ersten Teamtreffen nach Karneval im Haus Oberlar. Als neue Mitglieder im Ortsring und auf der Suche danach, wie man den Neuzuwanderern Karneval am besten nahe bringen könnte, hatten die Helfer beschlossen, eine Fußgruppe für den Oberlarer Karnevalszug aufzustellen. So wurde es einige Wochen vor dem großen Ereignis bunt in den wöchentlichen Teamsitzungen.

Eine syrische Teilnehmerin nähte mit Frauen des Nähcafés der Einrichtung Im Laach die Kostüme. Ein Helfer stellte einen Bagagewagen aus Holz in Form von Haus Oberlar her. Beate Herbst, die Bundesfreiwillige von Haus Oberlar, sortierte mit zwei somalischen Teilnehmern das Wurfmaterial, während die übrigen Helferinnen und Helfer bei lebhafter Unterhaltung die Taschen für die Kamelle bemalten.

Viele Ehemalige wiedergesehen

Bevor es am Rosenmontag morgens zum Zug ging, machte Nachbar Manfred Bürling, Leiter des AWO-Reparaturcafés in Haus Oberlar, noch spontan ein Foto der gesamten Gruppe vor dem gelben Haus in der Marienstraße. Während des Karnevalszugs entdeckte die Haus-Oberlar-Gruppe viele Menschen wieder, die früher an den Deutschstunden im Haus teilgenommen hatten und inzwischen aus den Unterkünften in eigene Wohnungen gezogen waren.

Nach dem „Zoch“ feierte die Gruppe mit Freunden im bunt geschmückten Haus Oberlar noch bis nachmittags bei Tanz, Unterhaltung und einem üppigen Buffet, zu dem jeder etwas beigetragen hatte. Auf die Frage, ob nächstes Jahr wieder eine Fußgruppe im Zug mitlaufen wird, antwortete Kirsten Bentlage, die städtische Ansprechpartnerin für Haus Oberlar: „Wenn genügend Menschen bereit sind mitzumachen, werden wir auch nächstes Jahr wieder dabei sein. Einige der Teilnehmer haben dafür schon ihr Interesse bekundet.“

Peter Sonnet

Pressemeldung 096 vom 27.02.2018 - Pressestelle der Stadt Troisdorf